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Smart Home beschäftigt Wissenschaftler und Unternehmen gleichermaßen

Unter dem Motto „Sozial Digital – Gemeinsam auf neuen Wegen“ fand vom 4. bis 7. September die Konferenz Mensch und Computer 2016 in Aachen statt. Auch in diesem Jahr waren wir wieder mit zwei Beiträgen vertreten. Im Workshop „Usability für die betriebliche Praxis“ präsentierte Philippe Hennes von the peak lab. ein Konzept, wie Smart Home zukünftig sein sollte, damit es wirklich bei Jedermann ankommt. Beim sogenannten Shop & Play Ansatz wird sowohl eine Bestellstrecke genutzt, die es dem Nutzer erleichtern soll sein Smart Home bedürfnisorientiert zusammen zu stellen, als auch ein dahinterliegender technischer Prozess, der das System entsprechend der ausgewählten Szenarien hardwareseitig vorkonfiguriert, damit es Zuhause nur noch dort positioniert werden muss, wo es eingesetzt werden soll und sofort funktioniert. Diese sogenannte Play-Komponente zielt darauf ab, den hohen Grad an Installations- und Konfigurationsaufwand, wie es gegenwärtige am Markt verfügbare Systeme mit sich bringen, zu reduzieren und ein direktes Nutzungserlebnis zu fördern.

In einem Langbeitrag zum Thema „Das Zuhause smart machen: Erfahrungen aus Nutzersicht“ präsentierte Timo Jakobi von der Uni Siegen eine empirische Studie über die Aneignung von Smart Home in 14 Haushalten im Siegener Living Lab. Über einen Zeitraum von neun Monaten wurden Haushalte mit unterschiedlichen Haushaltsgrößen und Bedürfnissen bei der Auswahl, Installation und Nutzung einer Smart Home Nachrüstlösung begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse haben gezeigt, dass eine anbieterseitige Informationslücke bei der Darstellung der Produkte und Lösungen besteht, die sich entsprechend auf die Kundenbindung auswirkt. Zudem ist der Installations- und Konfigurationsprozess zu technisch und komplex. Die Systeme selbst liefern zu wenig Informationen über das Smart Home und seine Prozesse. Die fehlende Kompatibilität mit weiteren Produkten und Protokollen sowie die Verknüpfung mit anderen Lebensbereichen stellen aktuelle Herausforderungen dar, die es zukünftig zu adressieren gilt.

Die vollständigen Beiträge stehen auch hier als Download zur Verfügung.

MuC_WS_SmartLive

MuC_WS_SmartLive2

MuC_Talk2016

MuC_2016

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